Zielsetzung ist es, Schülern, die zuhause morgens kein Frühstück erhalten, ein möglichst gesundes Frühstück anzubieten, damit sie für den Unterricht gut vorbereitet sind und die angebotenen Unterrichtsinhalte aufnehmen können. Inzwischen gibt es allerdings auch viele Schüler, die sich vor Unterrichtsbeginn ein zweites Frühstück gönnen. Das Wichtigste ist nach den Aussagen vieler Schüler das Zusammensitzen in der Gruppe, weil das Gemeinschaftserlebnis die Freude auf Schule enorm steigert und eine gute Voraussetzung für den Lernerfolg darstellt.
Zum Gelingen des Projektes tragen viele Schülerinnen und Schüler bei, die am Tag vorher die benötigten Lebensmittel einkaufen, mit der Schulsekretärin abrechnen oder aber beim Brote schmieren, Wraps wickeln oder dem Obst schneiden mithelfen. Dass dies mit Spaß und Freude geschieht, das bestätigen die Schülerinnen, die bei den Vorbereitungen mit großem Einsatz mitgeholfen haben. Der Gemeinschaftsraum mit Küche, den die Schulleitung zur Verfügung stellt, ist mit etwa 50 Schülerinnen und Schülern gut besucht. Es herrscht Selbstbedienung am Frühstücksbuffet und alle können jederzeit nachfassen. Erstaunlich sind die angeregten Unterhaltungen, die stattfinden und die sonst allgegenwärtige Nutzung des Handys findet hier kaum statt. Kurz vor Unterrichtsbeginn kommen noch viele vorbei, die sich für die Pausen im Tagesverlauf am Buffet bedienen und so ihren Energiebedarf decken.
Jutta Helmreich, Seniorenbeauftragte der Gemeinde Leinburg, ist stolz darauf, dass sich das Projekt so gut bewährt hat und dass das Miteinander von Jung und Alt für beide Seiten eine Bereicherung darstellt. „Dafür zu sorgen, dass die Schüler ein gutes Frühstück bekommen, macht uns Freude, weil wir etwas Sinnhaftes tun können und gebraucht werden!“, meint J. Helmreich
Für den Schulleiter Achim Gluschke ist das gesunde Frühstück im Schülercafé der Geschwister-Scholl-Mittelschule ein besonders gelungenes Beispiel für gelebte Schulgemeinschaft. „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Teamarbeit, Selbstständigkeit und soziales Lernen im Schulalltag umgesetzt werden können!“, betont er. Sein besonderer Dank gilt der Seniorengruppe aus Leinburg, die das Schülercafé mit viel Einsatz und Erfahrung unterstützt und begleitet sowie der Schülertafel und der Kurlbaumstiftung, die mit ihren regelmäßigen Spenden die finanziellen Grundlagen geschaffen haben. „Auf dieses Engagement aller Beteiligten kann die Schule mit Recht stolz sein!“, lobt der Rektor.
Das Schülercafe ist eines von acht Frühstücksprojekten, das Ursula Eggert, Projektleiterin bei der Schülertafel, an den Mittelschulen im Landkreis ins Leben gerufen hat. Diese haben sich inzwischen mit unterschiedlichen Konzepten sehr erfolgreich bewährt und werden von den Schülerinnen und Schülern hervorragend angenommen. „Die Hoffnung besteht, dass die Schülertafel so viele Spenden bekommt, dass die Projekte auch über die nächsten Jahre fortgeführt werden können. Denn sie leisten einen Beitrag dazu, dass alle besser lernen können und sich das gemeinsame Vorbereiten und das Zusammensitzen beim Essen auch als Katalysator zur Steigerung der Schulgemeinschaft bewähren!“, ist sich die Projektleiterin sicher. Sie bedankte sich herzlich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und dem einen Helfer aus Leinburg und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sie noch lange motiviert sind, das Schülercafe weiter zu betreiben.
Mehr Infos und Kontakt zur Schülertafel gibt es auf der Homepage www.tafel-nuernberger-land.de über die Mail-Adresse schuelertafel@tafel-nuernberger-land.de
Bildunterschrift:: Die Seniorengruppe aus Leinburg mit helfenden Schülerinnen und Schülern und U.Eggert (Bildmitte) und J. Helmreich (1.v.r.)
Foto: Robert Vogtherr
Robert Vogtherr
